Donnerstag, 1. März 2012

kaum ist der winter vorbei, ist der winter schon wieder zurück

ich kann mittlerweile sehr gut verstehen, warum die briten so lange in palästina waren - der regen hier steht dem regen in london in nichts nach. (die beiden engländerinnen aus der sprachschule behaupten sogar, es wäre hier noch schlimmer als zuhause.)
seit ewigkeiten ist es kalt und nass und stürmisch. mein atelier steht unter wasser und unzählige regenschirmleichen liegen am straßenrand. täglich wird für den jeweils nächsten tag schnee versprochen, der dann aber natürlich nicht kommt.
vor einigen tagen haben sich dann tatsächlich mal eine handvoll hagelkörnchen unter den regen gemischt, und die kinder in meiner nachbarschaft sind total ausgerastet. sie standen draußen, haben gekreischt und haben versucht, wahlweise mit der zunge oder mit tupperdosen, den "schnee" aufzufangen.
ich bin gespannt, was passiert, wenn es wirklich schneien sollte. 
 
in der uni habe ich etws über die vorzüge gelernt, bezalel-student zu sein. "bezalel is an excuse for everything. if you have drugs and get caught  by a cop, just tell him, you're from bezalel. everything will be ok then."  einer meiner professoren hat das gesagt. nicht etwa ein kommilitone. 
 
ein bekannter von mir wohnt in einer dieser kleinen wohnungen, die man erreicht, wenn man es geschafft hat, sich in der altstadt zurecht zu finden, und an der richtigen stelle nach der richtigen anzahl von stufen in die richtige richtung abzubiegen. auf die frage, wie man denn an eine solche wohnung kommt, hat er mir erklärt: also, da unten an der ecke ist ein friseur. da geht man ein paar mal hin, lässt sich die haare schneiden, gewinnt vertrauen. dann sagt man ihm was man will. wenn du dann das nächste mal zu ihm kommst, hält er dir den schlüssel für eine zu dir passende wohnung hin und du kannst einziehen. als gegenleistung zahlst du ihm eine monatsmiete. so einfach ist das.

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