Mittwoch, 5. Oktober 2011

die menschliche bohne und der nachwuchs-exhibitionist

nach dem versuch, mich zur uni zu locken, habe ich dann doch beschlossen, ihm per email mitzuteilen, dass er bitte aufhören soll, mich ständig zu kontaktieren, und dass ich keine geschichten von höheren mächten mehr hören will. seine antwort darauf war schon fast rührend: warum ich ihm das antun würde, ihm, der sich zwei tage lang für mich aufgeopfert hat, es würde sich anfühlen, wie ein messer, dass ihm ins herz gestochen und dann umgedreht wird, usw, usw. am ende seiner mail schrieb er noch: ich soll ihn doch bitte behandeln wie ein menschliches wesen, nur schrieb er statt "human being" "human bean"...
 
heute: herzlberg, yad vashem. das war eigentlich gar nicht mein ziel, ich hab mich einfach in die straßenbahn gesetzt, um rauszufinden, wo die mich wohl hinbringt. kurz nach verlassen der haltestelle gesellt sich ein orthodoxer junge, vielleicht 14  jahre alt zu mir, läuft neben mir her. nachdem er sich nach allerlei merkwürdigen dingen erkundigt hat (ob er mein handy haben kann, wieviele freunde ich habe, ob ich französisch spreche, ob er meinen arm anfassen darf, ob ich fünf schekel für ihn habe, was jedes einzelne meiner tattoos gekostet hat), öffnet er plötzlich seine hose und zeigt mir sein glied. sagt irgendwas, was ich nicht verstanden habe, packt es wieder ein und läuft weg. 
 
yad vaschem besuche ich ein anderes mal. aber das war ja heute sowieso nicht mein plan.

1 Kommentar:

  1. Anonym10.10.11

    du machst aber auch immer sachen! Du bist zwei Wochen in Jerusalem und erblickst das Glied eines orthodoxen jungen - verrückt.
    Viele Grüße,
    Daniela

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