Samstag, 29. Oktober 2011

burning man. nur ohne burning man.

ich bin zurück aus der negev-wüste, zurück vom "in d negev" festival. 
meine last-minute-facebook-sei-dank-mitfahrgelegenheit (bestehend aus zwei französischen ingenieuren und einer israelischen anwältin, ehrlich gesagt nicht ganz das publikum, an das ich bei einer solchen veranstaltung gedacht hätte) hat auf dem hinweg praktisch keine gelegenheit, sich zu verfahren, ausgelassen. jede möglichkeit, die sich zum abbiegen bot, wurde in die falsche richtung genutzt. 
 
der rückweg war ebenso unorganisiert wie der hinweg. sms nr. 1: "wir fahren nach der letzten band." okay, davon bin ich ausgegangen. sms nr. 2: "wir fahren doch schon VOR der letzten band." auch okay. ich mach mich also mit meinem kram auf den weg vom zeltplatz am einen ende des festivalgeländes zum parkplatz am anderen ende. dort angekommen erreicht mich sms nr. 3: "wir haben gerade beschlossen: wir wollen die letzte band doch noch sehen." also, zurück. nach ende des konzerts trete ich meine reise ein zweites mal an, nur um unterwegs einen anruf zu bekommen "wo bleibst du denn? wir warten schon!"
 
die beiden tage dazwischen waren's allerdings wert: musik, tanzen und falafel mitten in der wüste. mangels zelt und isomatte einfach so unter dem grandiosen sternenhimmel schafen funktioniert, zumindest wenn man zuvor erfolgreich den gedanken an die vielen großen, schwarzen käfer verdrängt, die überall im sand herumlaufen, und eventuell den weg in den schlafsack finden könnten. als ich mit den ersten sonnenstrahlen aufgewacht bin, raschelte es verdächtig unter dem kopfteil meines (ebenfall in der letzten minute gerade noch) geliehenen schlafsackes, und kurz darauf kam ein besonders großes exemplar dieser nicht ganz so sympathischen tiere zum vorschein. glücklicherweise schien es jedoch kein interesse daran zu haben, mich näher kennenzulernen und verschwand in der wüste. 
was noch? sand! sand in den haaren, sand in den augen, sand in der unterwäsche. und: immer erst vorsichtig an der wasserflasche riechen, bevor man daraus trinkt. denn ein großer schluck arak ist garantiert nicht das, was man sich kurz nach dem aufwachen wünscht.

1 Kommentar: