Freitag, 14. Oktober 2011

holocaust und hausbesetzer

abenteuerurlaub? so ein blödsinn. fahrradfahren in jerusalem! ganz großes kino. frei nach dem motto 'no risk no fun' bin ich gestern kreuz und quer durch ostjerusalem gefahren. ein wunder, dass ich überhaupt den weg zurück gefunden habe. und jeder kreisverkehr war ein besonderes highlight.
aber, leute, wenn ich die straße überqueren will, müsst ihr nicht alle extra langsam fahren und mich anstarran und hupen, damit es noch länger dauert. ich bin ein fahrradfahrer, kein autounfall. (wobei diese beiden zustände hier wohl nicht allzuweit voneinander entfernt zu liegen scheinen...)

und dann: hallo, altes lieblingsthema, ich bin wieder da: den rest des tages und einen großteil der nacht habe ich mit ein paar anderen heimlich, still und leise in einem verlassenen hotel verbracht, wo wir gebaut und gebastelt haben, um am sonntag abend eine große vernissage mit einem konzert feiern zu können.

dort bin ich auch zum ersten mal der geschichte begegnet. es ist schon irgendwie merkwürdig, wenn jemand völlig unbekanntes jemanden mit dem satz begrüßt "oh, you are german? so, what du you think about the holocaust?" wie gesagt, ich kannte ihn überhaupt nicht und wusste deswegen nicht so recht, was ich wie sagen soll. er und seine freunde haben sich königlich über meine reaktion amüsiert und fingen daraufhin an, nazi-witze zu erzählen, was zu einem insgesamt sehr lustigen abend geführt hat.

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