das "international office" der bezalel-akademie trägt den falschen namen. definitiv. es sollte "german studentinnen office" heißen. 80 prozent der austauschstudenten kommen aus deutschland und 80 prozent sind mädchen. nicht zwangsweise die gleichen 80 prozent, aber viele variationsmöglichkeiten gibt es ja da nicht.
mit dem bus an der uni anzukommen ist ein bisschen wie aus einem flugzeug aussteigen. erst hält der bus an einer schranke, ein bewaffneter sicherheitsmensch steigt ein, geht durch den ganzen bus, und erst wenn er wieder ausgesteigen ist, darf der bus weiterfahren. dann gehts in eine art tunnel unter dem universitätsgebäude, und man wird centimetergenau vor ein paar automatischen türen rausgelassen. dann rein, tasche abgeben, durch den metalldetektor gehen, tasche zurück und mit der rolltreppe nach oben fahren. ich hab mich schon innerlich darauf vorbereitet, meinen reisepass zu zücken und den grund meiner reise anzugeben, aber das wollten sie dann doch nicht.
heute war der erste tag des sprachkurses, und als ich die lehrerin auf hebräisch gefragt habe, ob es ein reiner anfängerkurs sei, hat sie mich nach hause geschickt. so hab ich also jetzt erst am mittwoch wieder uni, dann gehts weiter mit sicherheitstraining. was auch immer das bedeuten mag.
gestern kam avivit auf ein eine grandiose idee. "let's hitchhike!" okay, cool, wohin? "i don't know. let's just hitchhike." unser abenteuer endete circa 100m von der haustür entfernt, wo wir einen alten freund von ihr getroffen haben, mit dem wir dann den ganzen rest des tages im park saßen.
vielleicht beim nächsten mal. vielleicht haben wir dann auch ein ziel. oder wenigstens eine richtung.
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